Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist beschlossen – und wird ab 2029 Realität. Für Dich als Eigenheimbesitzer:in oder Kaufinteressent:in bringt dies spürbare Veränderungen. Doch was bedeutet das konkret für Deine Steuern, Deine Immobilie und Deine Finanzplanung?
Tipp: Optimiere mit unserem Hypotheken-, Drei-Säulen- oder Finanzierungs-Check Deine finanzielle Situation Rund um Dein Eigenheim.
Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Du als Eigentümer:in für Dein selbstbewohntes Eigenheim versteuern musst. Die Idee dahinter: Wer mietfrei wohnt, hat einen finanziellen Vorteil gegenüber Mietenden und dieser soll steuerlich ausgeglichen werden.
Seit Jahren steht dieses System in der Kritik. Viele empfinden es als unfair, insbesondere im Alter, wenn die Hypothek bereits stark amortisiert ist, aber weiterhin ein „Einkommen“ versteuert werden muss, das gar nicht existiert.
Mit der geplanten Abschaffung per 2029 reagiert die Politik auf diesen Druck. Ziel ist ein einfacheres und gerechteres Steuersystem. Doch wie so oft im Steuerrecht gilt: Wo etwas wegfällt, kommt an anderer Stelle etwas dazu.
Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts entfällt zwar die Steuer auf das fiktive Einkommen, gleichzeitig werden aber zentrale Abzugsmöglichkeiten gestrichen.
Das betrifft insbesondere:
Konkret: Während Du heute Deine Steuerlast durch gezielte Investitionen in Dein Eigenheim reduzieren kannst, fällt dieser Vorteil künftig weg.
Für viele Haushalte ergibt sich daraus eine gemischte Rechnung. Wer hohe Hypotheken und regelmässige Renovationen hat, verliert steuerliche Vorteile. Wer hingegen weitgehend schuldenfrei ist und ein wenig sanierungsbedürftiges Eigenheim bewohnt, profitiert stärker.
Wohneigentum wird durch den Wegfall des Eigenmietwerts für viele Parteien attraktiver – zumindest, solange die Hypothekarzinsen tief bleiben. Hinzu kommt, dass es für Pensionierte mit tiefen Hypothekarbelastungen finanziell attraktiver sein wird, im grossen Einfamilienhaus zu bleiben, anstatt sich eine kleinere Mietwohnung zu suchen.
Gleichzeitig wird weniger gebaut. Begrenzte Bauflächen, strenge Vorschriften und Einsprachen bremsen die Bautätigkeit und das, obwohl die Schweizer Bevölkerung konstant wächst.
Konstant hohe Nachfrage trifft auf schwindendes Angebot. Fazit: Die Preise steigen weiter. Eine aktuelle Studie einer grossen Schweizer Bank bestätigt diesen Trend. Durchschnittlich steigen die Preise rund 3% pro Jahr. Die Abschaffung des Eigenmietwerts wird seinen Beitrag dazu leisten.
Für Dich bedeutet das:
Die Reform trifft nicht alle gleich. Je nach Lebenssituation ergeben sich unterschiedliche Auswirkungen.
Profiteure sind:
Herausforderungen ergeben sich für:
Gerade bei älteren Liegenschaften kann es zu einem Spannungsfeld kommen: Einerseits sind Investitionen nötig, andererseits fehlt der steuerliche Anreiz.
Situation zu analysieren. Denn viele Entscheidungen im Bereich Wohneigentum wirken langfristig:
Die Diskussion um den Eigenmietwert zeigt einmal mehr, dass Wohneigentum nicht nur eine Wohnform ist, sondern zu einer ganzheitlichen Finanzstrategie gehört. Eine optimale Planung wirkt sich auf viele finanzielle Bereiche aus. Betroffen sind:
Ein Eigenheim kann ein wichtiger Baustein für Deine finanzielle Freiheit sein. Gerade für Familien zwischen 30 und 50 Jahren ist es entscheidend, verschiedene Themen miteinander zu verknüpfen:
Eine isolierte Betrachtung greift hier oft zu kurz. Hier kommt die persönliche Finanzplanung ins Spiel. Eine ganzheitliche Betrachtung hilft Dir, nicht nur kurzfristig Steuern zu sparen, sondern auch langfristig Vermögen aufzubauen.
Mit einem strukturierten Ansatz kannst Du Deine individuelle Situation analysieren und gezielt optimieren. Ergänze mit unserem Hypotheken-, Drei-Säulen- oder Finanzierungs-Check Deine persönliche Einschätzung. Mit unserer Unterstützung kannst Du mit klarer Linie in die nächsten Schritte starten.
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Blogartikel von Alessia Raemy